Nachhaltige Gartengestaltung: Vom Unansehnlichen zur Naturoase in einfachen Schritten

Nachhaltige Gartengestaltung: Vom Unansehnlichen zur Naturoase in einfachen Schritten

Foto/Video: Stefans-Hobby-Garten (Youtube)

Schau Dir das Video oben an. Das Anlegen einer zuvor unansehnlichen Gartenecke wurde in mehreren Schritten umgesetzt, die umfangreiche Planungen, Bodenarbeiten und Pflasterungen umfassten. Zunächst wurde ein Bereich von etwa zwei Quadratmetern freigeräumt, indem vorhandene Kantensteine umgesetzt und das bestehende Beet somit verkleinert wurde. Hierdurch entstand zusätzlicher Platz für Gestaltungsmöglichkeiten.

Vorbereitung und Neugestaltung der Fläche

Dabei griff der Umgestalter auf eingelagerte Materialien zurück, wie etwa übrig gebliebene Schlacke von einem früheren Teichbau. Diese Schlacke diente als Fundament für die Erweiterung der Pflasterfläche. Für die neue Pflasterung mussten Steine verschiedener Farbtöne verwendet werden, wobei entschieden wurde, hier künftig einheitlich rote Steine im Fischgrätenmuster einzusetzen. Die grauen Pflastersteine eines angrenzenden Weges blieben als Akzent erhalten, um eine optische Abgrenzung zu schaffen.

Um ausreichend Pflastermaterial zur Verfügung zu haben, wurden eingelagerte rote Steine aus Eigenbestand genutzt, zurechtgeschnitten und verlegt. Zur Sicherstellung der Stabilität wurde feiner Sand eingearbeitet und eingeschlämmt. Anschließend wurden zusätzlich Pflanzensteine beschafft, die von einem lokal ansässigen Garten- und Landschaftsbauer bezogen werden konnten und als Begrenzung für das neu gestaltete Areal dienten.

Bodenvorbereitung und Pflanzenanordnung

Für die Bodenfüllung wurde vorhandener Kompost verwendet, der bereits teilweise verrottete Materialien enthielt. Die betreffende Erde wurde zuvor gesiebt und von grobem Material befreit. Da die Menge an verfügbarer Erde nicht ausreichte, wurde über eine Kleinanzeige Mutterboden aus der näheren Umgebung bezogen, kostenlos abgeholt und eingebracht.

Nach Fertigstellung der Bodenfläche erfolgte die Befestigung mittels einer Trockenmauer aus gebrauchten Sandsteinen, die in sorgfältiger manueller Arbeit verlegt wurden. Die Steine stammen aus einem früheren Projekt, bei dem sie ebenfalls kostenlos abgeholt werden konnten. Eine zusätzliche Sicherung oder Verklebung der Steine wurde bewusst vermieden, um bei späteren Veränderungen flexibel zu bleiben.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war auch die Neuerrichtung eines bereits 15 Jahre alten Insektenhotels, welches zuvor auseinandergebaut und in verkleinerter Form neu konstruiert wurde. Wichtige noch brauchbare Bestandteile des alten Hotels, wie unbehandelte Fichtebretter, wurden dabei wiederverwendet. Das neue Insektenhotel wurde wetterfest gestaltet, erhielt eine rückseitige und seitliche Verkleidung und wurde mit einem neueren, wasserdichten Dach versehen.

Pflanzenauswahl und Abschluss der Gartengestaltung

Zum Abschluss erfolgte eine gezielte Auswahl diverser Stauden und Bodendecker, welche speziell über einen regionalen Anbieter erworben wurden. Die Bepflanzung wurde unter Berücksichtigung ihrer späteren Größe, Blühzeit und Standortanforderungen nach einem Gestaltungskonzept vorgenommen. Dabei wurden niedrig wachsende Pflanzen im Vordergrund, mittelhohe Stauden im Zentrum und höhere Pflanzen im hinteren Bereich platziert.

Ebenso fanden einige schattenverträgliche Pflanzen Verwendung, die angrenzend an Teichanlagen eingepflanzt wurden. Damit wurde auch ein Beitrag zur ökologischen Vielfalt im Garten im Sinne von bienen- und insektenfreundlichen Lebensräumen geleistet. Zusätzlich wurde ein Vogelschutzgitter für das neue Insektenhotel angekündigt, das zukünftig Schutz vor Fressfeinden bieten soll.

Insgesamt ist aus einer ursprünglich als unattraktiv und unpraktisch empfundenen Ecke eine funktionelle, ästhetisch ansprechende Gartenfläche entstanden, bei der auch der Gedanke der Nachhaltigkeit – durch die Verwendung gebrauchter Materialien und ökologischer Kriterien – erkennbar berücksichtigt wurde. Künftige Arbeiten, wie beispielsweise die Neugestaltung des noch unbehandelten Zauns hinter dem Insektenhotel, stehen bereits auf der Agenda.

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