Der März bringt im Garten eine Vielzahl von Aufgaben und Tätigkeiten mit sich, darunter wichtige letzte Schnittarbeiten an Obstgehölzen und erste Maßnahmen für die bevorstehende Aussaat. Zunächst standen die Pflege und der Rückschnitt eines Birnbaums im Fokus. Ziel dabei war eine deutliche Auslichtung des oberen Kronenbereichs sowie das Einkürzen des Leittriebs. Wasserschosse am Stamm, welche Pflanzenenergie verbrauchen und die Baumstruktur schwächen, wurden sauber entfernt. Beim Schnitt des Apfelbaums wurden ebenfalls ähnliche Arbeiten durchgeführt. Dort konzentrierte man sich auf schwachwüchsige, kurztriebige Triebe nach außen, um eine bessere Lichtdurchlässigkeit sicherzustellen und den Baum schonend zu behandeln. Der Schnitt wurde Mitte März zum Ende der Saftruhe vorgenommen, um eine optimale Regeneration der Gehölze sicherzustellen.
Saatvorbereitung und Mischkultur im Gemüsebeet
Im Bereich des Gemüseanbaus erfolgte die Vorbereitung eines Hochbeetes für die Aussaat von Möhren in Form von Saatbändern. Der vorbereitete Boden war locker und somit ideal für den Anbau von Karotten, die tief nach unten wachsen sollen. Durch diese Bedingungen sollen verästelte und verzweigte Möhren vermieden werden, was ein häufiges Problem auf zu nährstoffreichen Böden ist. Die Möhrensaat wurde anschließend leicht mit Erde bedeckt, obwohl Möhren Lichtkeimer sind – hier ging es um die Sicherstellung einer ausreichenden Bodenhaftung und einer guten Keimrate.
Zwischen die Möhrenreihen wurden Steckzwiebeln gesetzt, um von den positiven Effekten der Mischkultur zu profitieren. Karotten und Zwiebeln gelten traditionell als gutes Pflanzenteam, da sie sich in ihrer gemeinsamen Entwicklung gegenseitig unterstützen. Die verwendete Zwiebelsorte trägt den Namen Shakespeare und eignet sich sowohl für eine Ernte als Frühlingszwiebel wie auch als Lagerzwiebel.
Das Zitronengras, welches bereits seit Januar im Innenraum vorgezogen wurde und inzwischen kräftige Wurzelstrukturen ausgebildet hat, wurde anschließend eingetopft und wird weiterhin im Innenraum kultiviert, da es nicht frostverträglich ist. Zitronengrassorten wurden auch in alpinen Regionen in Indien gesichtet, wobei allerdings unklar blieb, ob spezifische Mischkultureffekte mit Teeplantagen existieren.
Problempflanzen und notwendige Gartenarbeiten
Neben diesen Vorbereitungen und Aussaaten mussten auch unerwünschte Pflanzen entfernt werden, wie etwa der Weinbergslauch, welcher im Vorgarten wuchert. Diese wildwachsende Lauchart ist essbar, jedoch zäher als der Kulturschnittlauch und deshalb kulinarisch weniger wertvoll. Zudem musste erneut ein Austrieb einer zuvor entfernten Goji-Beere aufgegraben werden. Aufgrund ihres schwachen Fruchtertrags und ihres starken Austriebs wird von Goji-Beeren in kleinen Hausgärten eher abgeraten.
Eine unerfreuliche Begleiterscheinung stellte Hundekot dar, der regelmäßig auf dem Gartengrundstück hinterlassen wird und mittlerweile ein dauerhaft ungelöstes Hygieneproblem darstellt.
Frühlingserwachen der heimischen Pflanzen- und Tierwelt
Im März erwacht auch die heimische Tier- und Pflanzenwelt sichtbar. Besonders auffällig und erfreulich ist die Aktivität der gehörnten Mauerbienen, welche die wärmer werdenden Temperaturen und Sonnenstunden nutzen, um sich eifrig an den Nisthilfen niederzulassen und zu vermehren. Dabei bewegen sich manche Tiere auch am Boden, was zusätzliche Vorsicht beim Begehen dieser Bereiche erforderlich macht.
Auch verschiedene Pflanzen starten nun mit ihrer Blühphase. Dazu gehören etwa die Schlüsselblume, Buschwindröschen sowie herrlich duftende Veilchen auf der Streuobstwiese. Der Winterschneeball erfreut weiterhin mit einer außergewöhnlich langen Blühdauer. Auch beim im Vorjahr gepflanzten Knoblauch konnte bereits ein stabiler Wachstumsfortschritt verzeichnet werden.
Der März stellt sich somit als Monat heraus, der den Übergang zwischen abschließenden Arbeiten aus dem Winter und vorbereitenden Maßnahmen für die beginnende Vegetationsphase klar markiert, und zudem der gartenbaulichen Planung, Pflege und Vorbereitung besonderen Stellenwert beimisst. Vieles im Garten hängt dabei von Temperaturverlauf und den persönlichen Prioritäten hinsichtlich Mischkultur und naturnaher Pflege ab.