Effiziente Anbauplanung im Balkon- und Hochbeetgarten: Tipps und Tricks für Hobbygärtner

Effiziente Anbauplanung im Balkon- und Hochbeetgarten: Tipps und Tricks für Hobbygärtner

Foto/Video: Balkon Oase (Youtube)

Die Planung für die kommende Gartensaison beginnt bei vielen Hobbygärtnern bereits frühzeitig im Januar. Dabei spielen sowohl die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren als auch der Wunsch, neue Pflanzen auszuprobieren, eine wesentliche Rolle. Zunächst wird bei der Planung darauf geachtet, Kulturen auszuwählen, die sich hinsichtlich Erntezeitpunkt und benötigtem Platz sinnvoll ergänzen. So entsteht oft eine klare Aufteilung zwischen Frühjahrs- und Sommerkulturen, die im selben Pflanzgefäß nacheinander wachsen können.

Kulturenplanung und Fruchtfolge

Im Frühjahr sind bevorzugt kurze Kulturzeiten gefragt, damit Platz für Sommerkulturen frei wird. Ideal für den Balkonanbau sind zu dieser Zeit Salate, Radieschen, Zuckererbsen und Pak Choi, die bis etwa Mitte Mai erntereif sind. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Pflanzzeit für sommerliche Gemüsesorten wie Tomaten, Gurken, Zucchini und Paprika. Diese Planung erlaubt die effiziente Nutzung von begrenztem Raum auf dem Balkon oder der Terrasse.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Frühjahrsbepflanzung in kleinen Balkon-Hochbeeten. Dort können zuerst Salate, Pak Choi und Radieschen wachsen und abgeerntet werden, bevor im Sommer Paprika, Mangold, Zuckermelonen und Gurken folgen. Töpfe mit Frühblühern und Zwiebeln, die häufig bereits im Herbst gepflanzt wurden, finden währenddessen auf speziellen Gartenbänken Platz. Die Zwiebeln werden meist nicht vollständig ausreifen gelassen, sondern frühzeitig als Frühlingszwiebeln verwendet, um anschließend Platz für Kräuter wie Basilikum zu schaffen. Ähnlich funktioniert es mit Knoblauch, der spätestens Mitte Juni geerntet wird, so dass noch Karotten ausgesät werden können.

Besondere Projekte und Experimente

Neben bewährten Pflanzungen und etablierten Gemüsesorten experimentieren Hobbygärtner gerne mit neuen Pflanzenarten. Für den Balkongärtner stehen dieses Jahr beispielsweise Blumenkohl und verschiedene neue Sorten Blattgemüse auf dem Programm. Blumenkohl ist im Balkonanbau noch relativ ungewohnt, scheint aber eine interessante Herausforderung zu sein. Geplant ist das Ausprobieren der Sorte „Neckarperle“, welche speziell für den Anbau im Frühjahr und Herbst geeignet sein soll. Weitere neue Blattgemüse sind Babykale (Federkohl) sowie die Rote Gartenmelde, ein spinatartiges Gemüse, das in kühleren Jahreszeiten gut gedeiht.

Ein weiteres interessantes Detail ist die Nutzung eines Vertikalbeetes, in dem Salat, Rucola, Lauchzwiebeln und Erdbeeren angebaut werden. Im Sommer folgt oben in diesem Vertikalbeet eine Zucchinipflanze, die im vergangenen Jahr trotz verzögerter Aussaat gut gedieh. Dies zeigt, dass auch in beengten Verhältnissen kreative Lösungen möglich sind, um vielfältige Kulturen anzubauen.

Sortenvielfalt und neue Samen für die Saison

Die Auswahl der spezifischen Pflanzensorten ist ein weiterer wesentlicher Teil der Gartenplanung. Wichtig ist dabei, eine Mischung aus altbewährten und neuen Sorten zu finden. Zu den Klassikern gehören die Radieschensorte „Cherry Belle“, die Zuckererbse „Norli“ und bewährte Bohnen wie die Buschbohne „La Victoire“ oder die Stangenbohne „Blauhilde“. Ebenfalls fest gesetzt sind Tomaten wie „Tomfall“, sowie buntstieliger Mangold der Sorte „Bright Lights“.

Neu ausprobiert werden sollen in dieser Saison einige Gemüsesorten, darunter die Karottensorte „Lila Lu“, Blumenkohl der Sorte „Neckarperle“ sowie Paprika „Sweet Banana“ und „Corno di Toro“. Weiterhin kommen zwei neue Snackgurkensorten zum Einsatz („Snack“ und „Lunchbox“) und bei Lauchzwiebeln stehen erstmals die frostharten Sorten „Red Toga“ und „Ishikura“ auf dem Programm. Besonders interessant könnten überdies die Versuche mit der Rucola-Variante „Wilde Rauke“, der Roten Gartenmelde und mit ausgefalleneren Kürbisgewächsen wie den Zucchini „Tondo Chiaro di Nizza“ und „Quine“ sowie der Zuckermelone „Petit Gris de Rennes“ werden.

Auch Blumen sind fester Bestandteil der jährlichen Balkonplanung. Neben bewährten Zinnien der Sorte „Profusion“ sollen die Tagetes „Orange Gem“ und „Ehrenlegion“ sowie die Kapuzinerkressen „Peach Melba“ und „Black Velvet“ gepflanzt werden, letztere aus eigenem Saatgut vom Vorjahr.

Insgesamt verweist diese umfangreiche Planung auf ein gut durchdachtes Konzept für eine erfolgreiche, variationsreiche und effiziente Nutzung des zur Verfügung stehenden Platzes. Die Wahl vielfältiger Sorten und geeigneter Fruchtfolgen erlaubt nicht nur eine reiche Ernte während der Gartensaison, sondern bietet auch Raum für spannende Experimente und neue Erfahrungen im Gartennbau.

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