Effektiver Rosmarinschnitt für gesundes Wachstum: Tipps und Techniken

Effektiver Rosmarinschnitt für gesundes Wachstum: Tipps und Techniken

Foto/Video: Experimente im Garten (Youtube)

Rosmarin gehört zu den Kräuterpflanzen, die bei entsprechender Pflege gut austreiben und gedeihen. Insbesondere ältere Pflanzen neigen jedoch dazu, an den Haupttrieben zu verholzen, was eine regelmäßige Schnittpflege erforderlich macht. Ähnlich wie beim Lavendel profitiert Rosmarin deutlich von einem gezielten und durchdachten Rückschnitt. Dabei gilt es, einige grundlegende Regeln zu beachten, um einen starken Neuaustrieb und somit das nachhaltige Wachstum der Pflanze zu fördern.

Der richtige Schnittzeitpunkt und Schnitttechnik

Für den idealen Rückschnitt von Rosmarin gibt es verschiedene Empfehlungen hinsichtlich des geeigneten Zeitpunkts. Einige raten dazu, erst nach Abschluss der Blütephase zu schneiden, während andere bereits früher im Frühjahr einen Schnitt empfehlen. Wichtig dabei ist, stets über einem Seitentrieb zu schneiden, damit die Pflanze sofort neue Triebe bilden kann. Ein sinnvoller erster Schritt beim Zurückschneiden besteht darin, zunächst die längeren, älteren und stark verholzten Triebe grob zu entfernen. Dies schafft Raum und besseren Überblick über die Wuchsstruktur der Pflanze.

Der nächste wesentliche Schritt ist das sogenannte Auslichten. Dabei werden Triebe, die zu dicht wachsen und einander Licht und Raum wegnehmen, direkt an der Pflanzenbasis entfernt. Durch dieses gezielte Auslichten wird die Luftzirkulation verbessert und die verbleibenden Triebe erhalten ausreichend Licht für frisches, gesundes Wachstum. Beim Rosmarin gestaltet sich dieser Vorgang relativ einfach, da die Pflanze generell robust und schnittverträglich ist.

Feinschnitt und optimale Pflege nach dem Schnitt

Nachdem das grobe Entfernen der großen und störenden Triebe sowie das Auslichten abgeschlossen sind, erfolgt der Feinschnitt. Hierbei geht man behutsam und mit Blick auf die Gesamtwirkung der Pflanze vor. Dabei sollten einige junge, weiche Triebe zurückgelassen werden, die anschließend frisch in der Küche Verwendung finden können. Grundsätzlich empfiehlt sich beim Schneiden von Rosmarin, maximal zwei Drittel der grünen Pflanzenteile zu entfernen, sodass mindestens ein Drittel stehen bleibt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Pflanze genügend Blattmasse behält, um gut weiterwachsen zu können.

Rosmarin ist bekannt dafür, nach einem solchen Rückschnitt besonders vital und kräftig auszutreiben. Das Kappen der älteren Haupttriebe aktiviert schlafende oder schwache Knospen in tieferen Bereichen der Pflanze und regt sie gezielt zum Austrieb frischer Zweige an.

Stecklingsvermehrung als nachhaltige Nutzungsmöglichkeit

Die beim Zurückschneiden anfallenden Abschnitte eignen sich hervorragend für die Vermehrung durch Stecklinge. Zur Vorbereitung werden von den frischen Trieben die unteren Blätter entfernt, sodass etwa die Hälfte des Triebes blattfrei ist. Danach werden die Stecklinge auf eine einheitliche Länge geschnitten und anschließend in feuchte Anzuchterde gesteckt. Die Erde sollte ausreichend fest angedrückt und gründlich angegossen werden. Innerhalb weniger Wochen entwickeln diese Triebe neue Wurzeln, sofern sie hell, kühl (aber frostgeschützt) und gleichmäßig feucht gehalten werden.

Auf diese Weise lässt sich der Rosmarin leicht vermehren, was eine kostengünstige Methode zur Gewinnung neuer Rosmarinpflanzen darstellt. Grundsätzlich lässt sich dieselbe Stecklingsvermehrung auch bei Lavendelpflanzen anwenden, wodurch beide Kräuter unkompliziert und nachhaltig vermehrt werden können.

Rosmarin zeigt sich somit als äußerst pflegeleichtes und dankbares Kraut, vorausgesetzt, es wird regelmäßig und gezielt geschnitten sowie sachgemäß gepflegt. Gartenbesitzer haben viele Möglichkeiten, von diesem vielseitigen Kraut zu profitieren – von der Verwendung frischer Triebe in der Küche bis hin zur einfachen und schnellen Vermehrung neuer Pflanzen.

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