Ananas erfolgreich zu Hause anbauen: Tipps für Hobbygärtner

Ananas erfolgreich zu Hause anbauen: Tipps für Hobbygärtner

Foto/Video: SelfBio (Youtube)

In Supermärkten sind heute viele exotische Früchte wie Avocados, Mangos oder Ananas erhältlich, die auch im heimischen Anbau spannende Möglichkeiten bieten. Besonders beliebt ist dabei die Idee, aus der gekauften Frucht eine eigene Pflanze heranzuziehen. Dies gelingt besonders gut mit der Ananas, wie Erfahrungen von Hobbygärtnern zeigen. Dabei ist jedoch wichtig zu beachten, wie frisch die Ananas ist und bei welcher Temperatur sie zuvor gelagert wurde. Früchte, die zu kalt gelagert wurden, erleiden oft einen Kälteschaden und eignen sich daher nur eingeschränkt oder gar nicht mehr zur Anzucht neuer Pflanzen.

Vorgehensweise bei der Anzucht einer Ananas-Pflanze

Zur Kultivierung einer Ananaspflanze schneidet man den oberen grünen Blattschopf zusammen mit einer kleinen Menge Fruchtfleisch ab. Im Anschluss werden einige der unteren Blätter entfernt, sodass die vorhandenen Wurzelansätze sichtbar werden. Um die Gefahr von Fäulnis zu minimieren, empfiehlt es sich, den abgeschnittenen Bereich einige Tage trocknen zu lassen und eventuell mit Holzkohlepulver einzupudern. Danach wird der vorbereitete Schopf in normale Blumenerde, eventuell mit etwas Sand gemischt, gepflanzt. Die Erde sollte dabei lediglich leicht feucht gehalten werden.

Anfangs kann die junge Pflanze leicht welk aussehen, was jedoch nicht zwingend auf ein Misslingen der Anzucht hinweist. Oft bilden sich neue Triebe, sodass man nach einigen Wochen erste deutliche Wachstumserfolge erkennen kann. Wichtig ist zudem, dass die frisch eingepflanzte Ananas anfangs warm steht. Im Sommerhalbjahr funktioniert dies auch im Freien gut, während im Winter unbedingt auf frostfreie und mäßig warme Stellplätze geachtet werden muss.

Anforderungen an Standort und Pflegebedingungen

Die tropische Herkunft der Ananas bedingt, dass die Temperaturen konstant über der Frostgrenze bleiben müssen. Als optimal gelten Temperaturen zwischen etwa 15 und 20 Grad Celsius. Wird die Pflanze im Freien gehalten, muss sie daher im Herbst rechtzeitig ins Haus geholt werden. Sie kommt dabei auch gut als Zimmerpflanze zurecht, bevorzugt jedoch möglichst helle Standorte, besonders im Winter.

Die Ananaspflanze bildet typischerweise nach zwei bis drei Jahren eine einzige Frucht aus. Dabei entwickelt sich zuvor eine Blüte an der oberen Spitze des Triebs. Nach der Ausbildung der Frucht stirbt die Pflanze langsam ab. Gleichzeitig bildet sie jedoch Ableger und Seitentriebe, an denen wiederum neue Pflanzen heranwachsen. Manche Hobbygärtner haben festgestellt, dass sich bei einigen Exemplaren auch zusätzliche Seitentriebe direkt an der Frucht bilden können, was eine weitere interessante Möglichkeit zur Vermehrung bietet. Diese Ableger überleben für gewöhnlich gut und gewährleisten so die langfristige Nachzucht weiterer Ananaspflanzen.

Besonderheiten und Alternativen beim Anbau exotischer Früchte

Wer gern exotische Früchte zieht, sollte wissen, dass nicht alle Früchte, die im Supermarkt gekauft werden, gleich gut zur Vermehrung geeignet sind. Während bei Avocado-Pflanzen aus Kernen beispielsweise eine lange Wartezeit eingeplant werden muss und außerdem unklar ist, ob es sich später um qualitativ hochwertige Früchte handeln wird, ist die Ananas vergleichsweise unkompliziert. Auch hinsichtlich der Sortenwahl gibt es bei Ananas kaum Einschränkungen; kleine und große Sorten eignen sich gleichermaßen zur Anzucht, solange die Früchte frisch und nicht bereits länger durch Kälte vorgeschädigt sind.

Insgesamt gesehen ist die Anzucht einer Ananaspflanze aus dem Supermarkt ein spannendes Projekt, das sich auch für Hobbygärtner ohne Erfahrung gut eignet. Geduld ist dabei gefragt, denn bis zur Ernte der ersten eigenen Frucht vergehen meist mehrere Jahre. Dennoch ist es eine reizvolle und lohnenswerte Gartenerfahrung, die exotisches Flair in die heimischen Räume bringt.

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